Koh Lanta
Tag 14: Nach 3 Nächten auf Koh Lipe sind wir zu dritt mit der Fähre für 1500 Baht pro Person (42 Euro) in ungefähr 5 Stunden nach Koh Lanta mit der Tiger Line Fähre geschippert. Meiner Meinung nach ist das teuer. Thailand wird immer teurer. Das macht keinen Sinn da das Geld nicht bei der Bevölkerung ankommt. Sehr vereinfacht ausgedrückt ist es wie überall. Die Reichen werden reicher, und die armen bekommen so gut wie nichts vom Kuchen ab. Naja, genug zu diesem Thema. Während wir also in Richtung Koh Lanta fuhren, haben wir die Zeit überwiegend auf dem Sonnendeck verbracht und das ein oder andere Bier getrunken. Die Wahl fiel auf diese langsamere Fähre, da es Toiletten gibt und man sich frei auf dem Boot bewegen kann. Marco hat sich sogar mit dem Kapitän unterhalten und mit ihm eine Kippe geraucht. Ein Bier hat der Kapitän dann aber doch dankend abgelehnt. Bei uns wäre sowas aus vielen Gründen nicht möglich! Als Alternative zur Fähre gibt es die Speedboote. Je nach Wellenhöhe und Wetterlage sind diese angeblich bis zu 2 Stunden schneller. Toilettengang und Bewegung sind hier jedoch nicht möglich. Und mindestens 3 Stunden auf so einem Boot ohne Bewegungsmöglichkeit und Toilette sind nach 30 Minuten eher eine Tortur als Spass. Bei Wellengang kann das alles dazu noch auf den Rücken gehen, da das Speedboot mehr oder weniger über die Wellen schanzt. Die Reisetage ziehen sich ganz schön in die Länge. Aber das Gute ist, man sieht viele kleine Inseln mit wunderschönen Stränden und Gesteinsformationen. Insgesamt gab es 3 Stops. Wir waren jedenfalls glücklich, endlich auf Koh Lanta zu sein und in unsere Unterkünfte einzuchecken.

Hier auf Koh Lanta hatte ich im Voraus eine Unterkunft gebucht. Ein Zimmer in der „Hello MeMe“ Unterkunft, welche 14 Euro die Nacht kostet. Meine Freunde hatten es etwas exklusiver. Sie zahlten etwa 40 Euro für eigene Bungalows pro Nacht. Meine Unterkunft buchte ich im Voraus, damit ich definitiv nahe bei meinen Freunden bin. Natürlich stellte sich heraus, daß dies nicht notwendig war. Meine Unterkunft befand sich im Backpackerviertel. Jede dritte Nacht fand hier an der Treehouse Reggea Bar eine große Party statt. Ich war jedoch auf keiner dieser Partys. Die Unterkünfte in dieser Gegend am Long Beach sind zum Teil sehr günstig. Bett im Schlafsaal pro Nacht ab 80 Baht (2,20 Euro) und spartanische Bungalows mit Ventilator und Gemeinschaftsbad schon ab 100 Baht (2,80 Euro). Diese habe ich aber nicht gesehen. Einige Unterkünfte bieten kleine Bungalows an für 250 Baht bis 350 Baht, welche ich mir angesehen hatte. Der Strand „Long Beach“ war etwa 100 Meter entfernt und sehr schön. Ein Kilometerlanger goldfarbener Sandstrand. Wie immer habe ich Nachts jedoch probleme gehabt, ohne Beleuchtung zu meiner Unterkunft zu finden. Irgendwie habe ich aber dann doch immer mein Ziel erreicht.

Zum Teil gab es „Long Beach“ hohe Wellen bis ungefähr 1,5 Meter Höhe. In der Regel waren die Wellen kleiner. Während der letzten beiden Tagen war das Meer so ziemlich flach wie ein Brett. Das Wetter war überwiegend Sonnig mit Wolken. Am letzten Tag zog dann doch einmal ein Gewitter auf, welches für heftigen Regen sorgte. Das hielt eine Gruppe Thailändischer Touristen nicht davon ab, weiter Volleyball zu spielen. Das Spiel war eine einzige Katastrophe aber der Spass war offensichtlich riesengroß. Eine Dusche habe ich mir bei der Gelegenheit auch gegönnt. Selten gibt es so eine Abkühlung außer man besitzt eine Klimaanlage in seinem Zimmer oder geht in einen 7eleven Supermarkt.

Zu meiner Unterkunft gibt es zu sagen, sie war keine 500 Baht wert. In dieser Gegend viel zu teuer. Dazu ein ungemütlicher Betonbunker, die gewohnte harte Matraze und ein Kissen, welches definitiv für Nackenprobleme sorgt. Note 5 von mir. Bilder erspare ich euch hierzu. Dazu war mein Fenster 7 Meter von der Flaschensortierstelle eines Backpackerrestaurants entfernt. Morgens wurde ich somit mehrere male unsanft geweckt. Bilder habe ich mir gespart. Ich hätte kleine spartanische Bungalows haben können zum halben Preis. Da ich entschied, einen Tag länger zu bleiben und meine Freunde zwei weitere Tage blieben, suchte ich mir eine andere Unterkunft für die letzte Nacht auf Koh Lanta. Ich hatte zuviel Schlafdefizit und es stand ein letzter Reisetag nach Phuket auf dem Programm. Somit entschied ich mich für eine etwas bessere Unterkunft mit Klima. Ich zahlte 700 Baht (19,60 Euro) und hatte ein wirklich super Zimmer mit Klimaanlage, Doppelbett und guter Ausstattung. Da es am nächsten Tag nach Phuket mit der Fähre ging, wollte ich eine ruhige Nacht haben. Dies war leider gar nicht der Fall. Ich konnte einfach nicht schlafen.

Die Zeit auf stark muslimisch geprägten Insel Koh Lanta war definitiv sehr schön für mich. Am dritten Tag auf Koh Lanta mieteten wir uns Roller und sind die Insel abgefahren. Außerhalb von Ban Saladan, der Inselhauptstadt, war der Verkehr gering und wir konnten gut fahren. Mittagessen gab es an einem schönen Aussichtspunkt. Meinen Roller konnte ich auf ca. 90 Km/h laut Tacho bringen. Es macht einfach riesen Spass, so unterwegs zu sein. Natürlich habe ich einen Helm getragen. Dieser bringt leider gar nichts, sollte man stürtzen. Die klassischen Taxis sind schnell teuerer als ein Motorbike zu mieten. Der Preis war sehr gut. 180 Baht (5,24 Euro) für einen Tag. So günstig hab ich ein Motorbike in Thailand bisher noch nie für einen Tah gemietet.

Ansonsten gab es an einem Tag Barbeque am Strand, wir sind in diversen Strandbars und anderen Bars rumgehangen, haben viel Billiard gespielt und die Zeit genossen. An einem Abend sind wir in den Marlin Club. Dieser feierte Neueröffnung, wenn ich richtig informiert war. Es befanden sich fast nur Thais in diesem Club. Es handelte sich um die Kinder der Reichen, hab ich mir sagen lassen. Als Türsteher wurden Soldaten der Armee abgestellt. Mit meinem Gürtel und seiner Metallasche waren die Soldaten nicht so glücklich, haben mich dann aber trotzdem in den Club gelassen. Eintritt waren stolze 500 Baht. Das kann sich das gemeine Volk wohl nicht leisten. Jedenfalls sind die Thais bei den Liveauftritten ausgeflippt und auch ich hatte meinen Spass.

Nach diesen 5 Tagen auf Koh Lanta trennten sich dann die Wege von Serti, Marco und mir. Da für meinen Weiterflug nach Australien/Tasmanien 2 Flüge bevorstanden, buchte ich eine Nacht in der *2geather* Unterkunft in Phuket/Karon Beach. Ich wollte nicht 5 Stunden mit der Fähre, nochmals 1,5 bis 2 Stunden mit dem Minibus an den Flughafen fahren um anschließend nach der ganzen Prozedur einen fast 9-Stündigen Flug nach Sydney haben. Dazu kam ein weiterer Inlandsflug nach Hobart. Umsteigezeit 4 Stunden, Flugdauer 2 Stunden. Von Koh Lanta aus ging es über Koh Phi Phi mit einmal Umsteigen auf dem Meer vor Koh Phi Phi nach Phuket und nach ca. 6 Stunden war ich in meiner Unterkunft, welche mein Minibus Fahrer erst nicht finden konnte.

Phuket/Karon Beach
Tag 18: Ich hab schon so viel von Phuket gehört, hauptsächlich nur von Patong, einem der größten Vergnügungsviertel von Südostasien. Karon ist eher das Gegenteil. Nach Mitternacht war es hier wie ausgestorben. Warum? Es gibt keine Partymeile oder Vergnügungsviertel. Ich sah 2 Nebenstraßen (Soys) wo es ein paar zwielichtige Bars gab. Hier habe ich ein Bundesligaspiel angeschaut und Klaus und Gabi kennengelernt, 2 Bier Singha getrunken und Smalltalk mit Klaus hauptsächlich über Fußball gehabt. In Karon hielten sich hauptsächlich Russische Mitmenschen auf. Die meisten waren Familien und Paare. Alles hier verlief superharmonisch. Es gibt ja diese Geschichten über diverse Russen in Ägypten und der Türkei. Dies kann ich für Phuket Karon Beach nicht bestätigen. Also weg mit diesen Vorurteilen und Beurteilungen! Es handelt sich wohl um Pauschaltouristen und Sie bilden die absolute Mehrheit der Touristen. Ich habe auch keine trinkenden Russen am Strand gesehen, nichts. Alles total gesittet. Allgemein betrachtet ist Phuket sehr zugebaut und um an den Flughafen zu gelangen benötigten wir 2 Stunden. Verkehrschaos pur. Es kam mir vor, als ob die halbe Insel zugebaut ist. Und so änhlich ist es tatsächlich auch. Am Tag meiner Abreise checkte ich um 12 Uhr mittags aus, nachdem ich gepackt hatte und genoss die letzten Stunden am Strand, bei einer Thai massage und einem letzten Mittagessen, bevor mich ein Minibus 17 Uhr abholte und zum Flughafen brachte. Am Karon Beach gab es auch Jet-ski Verleih und Parasailing. Was ich hier sah war beeidruckend und ich hätte mich auch kugeln können vor lachen. Sorry. Es ist sehr windig am Karon Beach. Aber Geld geht hier wohl vor Sicherheit. Während die Touristen in diesem Sinne sicher am Fallschirm angebracht waren, kletterte ein Thai durch die Seile des Fallschirms, um den Fallschirm und die Touristen zu stabilisieren. Ich hab mir das ganze für 2 Stunden angeschaut. Es sah akrobatisch professionell aus. Ein Absturz aus dieser Höhe würde aber den sicheren Tod bedeuten. Ich nenne Sie jetzt einfach mal „Flying Thais“. Seht selber…


Wer gerne nach Thailand geht und es nicht weis, die menschliche „Gülle“ wird ins Meer geleitet. Auf Koh Phi Phi hatte ich einmal die Erfahrung, daß die ganze Lagune voll mit fadenartigen braunem Zeug war. Es war ziemlich sicher „Kaka“. Dieser Zufluss hat jedenfalls gestunken und es war braunes Wasser. 10 Meter weiter waren die ersten Touristen im Wasser. Auch das ist Thailand.



Am Flughafen angekommen wurden mehrere Flüge über wenige Check-in Schalter abgewickelt was zu einer riesenlangen Schlange führte. Dazu wurde jeder Koffer geöffnet. So eine Erfahrung hatte ich schon einmal vor einem Flug von Phuket nach Melbourne. Vor dem Betreten des Flugzeuges, einer Boeing 787 Dreamliner der Fluggesellschaft Jetstar, wurden zusätzlich auch das Handgepäck geprüft. Die Koffer und Taschen wurden nicht entleert, aber es wurden Fragen gestellt wie: Haben Sie ein Feuerzeug dabei, Laptop, Smartphone, Notebook und die oberen Kleidungsstücke bzw. die Kofferinhalte wurden bewegt und grob der Inhalt geprüft. Der Flug nach Australien/Sydney war soweit ganz gut, wie man es eben von einer Billigairline erwarten kann. Alles kostet extra. Das Essen war eher schlecht. Und so flog ich in 8,5 Stunden von Phuket nach Sydney und nach 5 Stunden mit circa 1,5 Stunden Verspätung mach Tasmanien/Hobart. Um Tasmanien herum war es sehr windig. Dies sorgte für eine angenehme Achterbahnatmosphere. Als ich dann endlich müde aber glücklich landete, holte mich mein Schwager am Flughafen ab. Endlich gab es ein Wiedersehen mit meiner Schwester, meinem Schwager und meinem Neffen, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Ab hier beginnt nun ein neues Kapitel in meinem Leben…



Servus Manu
Danke für deine Weihnachtsgrüsse
Wollte noch zurückschreiben aber hab Samstag leider komplett versoffen😬
Bei uns ist alles ok soweit
Hoff dir geht es gut und genieße deinen Trip
Tolle Bilder werde ich weiterhin beobachten
Gruß Tobi 😉
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Hallo Tobi, schön von dir zu hören. Ich versuche auch weiterhin gute Bilder hochzuladen. Bisher nutze ich nur die Handkamera. Für meinen nächsten Kurztrip werde ich aber eine bessere Digitalkamera verwenden. Ich hoffe, dir geht es auch gut. Gruß Manu
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Lieber Manu!
Deine Reiseberichte sind einfach super! Das Lesen und die Bilder ansehen macht mir Spaß! Dafür möchte ich mich bedanken. Bleib in Kontakt und geniesse den Besuch in Tasmanien!
Viele Grüße!
Declan
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Supper Holiday-Story !! Wir waren vor veilen Jahren auch schom auf Lanta und am Karon Beach !! Grüßße aus dem Kalten NOTZENGA von Walöle !!!!!!!!!!!!!!
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Happy New Year! Bist gut reingerutscht hoffentlich! Grüßle
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