Meine Hauptwanderung 2022. Geplant waren 3 Nächte/4 Tage wandern, es wurden dann jedoch nur 2 Nächte und 3 Tage quasi eine Runde um den Königssee. Es fing gleich mal gut an. Um halb 3 Morgens aufgewacht durch die Party der Nachbarn. Also eine gebrauchte Nacht. So mag ich eigentlich nicht starten mit Schlafdedizit. Naja, wie löste ich dieses Dilemma? Mit Kaffee.




Aufgestanden um 4 Uhr morgens, gestartet um ca. 5.15 Uhr los ins Berchtesgadener Land zur Hüttentour.Die Erste Etappe war gleich knackig. Aber! Erstmal einen Parkplatz finden. Der angepeilte war hoffnungslos überfüllt. Also fuhr ich zu einer Alternative. Und fand an der Abbiegung einen Schotterparkplatz für umsonst. Ich hatte den Herrn drum gebeten, und er hat mir einen Parkplatz besorgt, der umsonst ist. Ansonsten wären es 8 Euro pro Tag. Also 32 Euro schon mal gespart. Auf dieser Etappe kamen dadurch ca. 3,5 Km Strecke zur ersten Hütte dazu. Bis zum Kärlingerhaus waren es ca. 22 Kilometer und ca. 1700 Höhenmeter. Was für eine Belastungsprobe, nachdem mir Corona so viel Kraft geraubt hatte. Es ging also vor allem eines: Bergauf.




Schon bei 1000 Hm machten sich die Waaden bemerkbar. Eine kurze Beschreibung: Erst ging es durch Wald und nach und nach wurde es steiniger und weniger Wald. Ich wählte die kürzer Variante via dem Oberlahnerpass. Teilweise war dieser Seilversichert, da es sehr steil und tief den Berg hinab ging. Aber ansonsten kein Problem, etwas ausgesetzt und schwere Beine. Um 16.30 Uhr erreichte ich die Hütte und gönnte mir ein Helles Blondes. Zu essem gab es Würschdlgullasch. Das war soweit auch okey. Durch die Wanderung war ich schnell müde und bin früh ins Bett.







Was echt genial ist: In ca. 5 Monaten geht der Flug nach Bangkok mit Qatar Airways. Da musste ich gerade dran denken und das freut mich total!

Nach dem Abendessen bin ich nochmal raus und saß am Felsen gelehnt mit diesem Panorama:

Was aber total intensiv war, dass war die Stille. Ein Vogel zwitscherte in der Ferne, sonst gab es rein gar nichts zu hören. Das war krass, das war toll. Ich genoss einfach die Landschaft.



Die Nacht war kühl. Anscheinen ist der Funtensee Deutschlands kältester Ort. Nach dieser Nacht im Sommer kann ich mir das vorstellen.
Am 2. Tag ging es dann zur Wasseralm via Funtenseetauern und Steinernes Meer.
Morgens wartete ich erstmal den großen Aufbruch ab. Kein Lust ständig hinter anderen zu laufen. Wollte ja nicht im Stau stehen. Startzeit war 9.30 Uhr. Eine Rundtour ins Steinerne Meer und der Funtenseetauern standen heute auf dem Buffet. Und es wurde ein toller, genialer, aber auch langer Tag.





Insgesamt waren es dann 25,5 Kilometer und 1950 Höhenmeter. Eindeutig zu viel. Ich hatte eine Tour auf Komoot gesehen und leider gab es hierzu keinen offiziellen Weg. Nach der anspruchsvollen Tour durchs steinerne Meer und dann noch 1000 Höhenmeter steil und kraxelnd zum Funtenseetauern hoch, musste ich den Funtenseetauern wieder absteigen, wie hochgestiegen und zurück zum Kärlingerhaus.






Nachfolgend Bilder zum Aufstieg zum Funtenseetauern









Von dort lief ich in 2,5 Stunden zur Wasseralm, wo ich die zweite Nacht verbrachte. Schlafen konnte ich das leider nicht nennen wegen dem Sägewerk im Zimmer. Meine Uhr bestätigte dies morgens. Aufgrund meines schlechten Schlafs sollte ich den Tag über langsam machen. Naja ich beschloss abzusteigen und heim zu fahren.








Die letzte Nacht in der Gotzenalm lies ich aus. zum einen weil die Hütte sehr teuer geworden sind. Sie Preise hier oben will eigentlich nicht zahlen. Apfelstrudel 7 euro, Bier 6,5 Euro. Mitlerweile Energiekostenzuschlag 3 Euro und am Essen wird auch gespart, was eine Halbpension sauteuer macht. So mache ich das nicht mehr. In Zukunft wird mehr Essen mitgenommen und lieber weniger Kilometer gelaufen. Es sollte ja eigentlich gar nicht so viele Höhennmeter und Kilometer im Gebirge werden.












