​Step 10: Fiji Time

Bula Bula! Hallo Hallo! 

Tag 63: Ich schreibe euch aus Neuseeland. Hier bleibe ich erstmal etwas länger. Als ich Australien verlassen habe, bin ich jedoch nicht direkt nach Neuseeland geflogen. Ich war eine Woche auf Fidschi. Fidschi ist ein Land, oder besser gesagt eine Inselkette im südpazifischen Ozean. Für viele ein Inbegriff der sogenannten „Südsee“. Tja, was soll ich sagen. Es war wunderschön abgesehen von den Backpacker Hostels hinter dem Flughafen. Das Hostel jedoch war günstig und ich schlief dort nur eine Nacht. Erste Überraschung auf Fidschi war, daß das Gepäck von mir und 11 anderen Passagieren aus Hobart kommend nicht von der Fluggesellschaft Virgin Australia durchgecheckt wurde. Es ist das zweite mal, daß ich ohne Gepäck auf dieser Seite der Welt an meinem Reiseziel ankam. Das erste Mal war vor 8 Jahren in Darwin mit Jetstar Airways. Das Gepäck sollte jedoch noch am gleichen Tag auf Fidschi eintreffen. Somit stand ich ohne Wechselkleidung, Badehose, Badeschlappen, Waschzeug usw. da. Um von Hobart/Australien nach Nadi/Fidsch zu kommen, war ich insgesamt etwa 13 Stunden unterwegs. Morgends um 3.45 Uhr ging es von meiner Schwester in Hobart aus los. In Nadi war es dann 17 Uhr abends, als ich ankam.

Fiji Wailoaloa Beachroad Travellers beach resort backpacker

Im Hostel in Nadi/Fidschi angekommen, hatte ich nach 4 Wochen im Zelt das erste mal wieder ein eigenes Bett im Schlafsaal, kein Stockbett. Der Fluglärm war erträglich, aber bei startenden Fliegern schon deftig laut. Kaum angekommen habe ich dann auch schon Kan kennengelernt, einen Japaner und Michael, einen Südafrikaner. Ein Handtuch habe ich von Kan bekommen. Darüber war ich sehr froh, ansonsten hätte ich meine Bettdecke als Handtuch verwendet. Abends war ich mit den beiden in einer Backpackerrunde das Fidschianische Getränk „Kava“ trinken. Bei Gitarrenmusik und den üblichen Verdächtigen typischen Backpackern haben wir das traditionelle Getränk getrunken. Weniger zeremoniell, eher aus Spass an der Freude. Es schmeckt „anders“, aber nicht nach Schlammpfitze, wie es viele im Internet benennen. Die Zunge wird etwas taub und es soll sich positiv öffnend auf den menschlichen Geist auswirken. Ich meine, davon etwas bemerkt zu haben nach der zweiten Schaale. Ich hatte jedenfall einen lustigen abend mit den anderen.Am folgendem Morgrn bin ich dann mit dem Taxi zum Flughafen für 15 Fijidollar (7 Euro). Dort habe ich dann glücklicherweise auch meinen Rucksack bekommen und kurz darauf auch Yanling getroffen. Es lief also gut. Abgeholt wurden wir von einem freundlichen Mitarbeiter der „Turtle Airways“ Fluggesellschaft. Nach etwas Verzögerung Aufgrund einer Schlechtwetterfront ging es mit einem Wasserflugzeug in 20 Minuten nach „Kuata Island“. Dieser Flug war einfach nur geil, geil, geil!!!

Fiji Turtle Airways Wasserflugzeug
Cockpit des Wasserflugzeugs von meinem Sitzplatz aus

Jamie, unser Pilot aus Kanada stammend, hat einen sehr guten Job gemacht. Wir saßen direkt hinter ihm. Es war genial, alles mal zu sehen. Der Flug war so sanft und auch die Achterbahngefühle waren sehr angenehm. So eine Kleinflugzeug will ich auch fliegen können! Die Fluggeschwindigkeit war auch sehr langsam. Ich denke wir hatten etwa 140 km/h auf dem Tacho. Wir drehten noch eine Schleife in Form einer 8 um 2 Inseln, Jamie prüfte mit einer Fast-Landung die Wellenhöhe und nach einer langen Wendung landeten wir mehr oder weniger direkt vor dem Resort im Wasser.Wir wurden von einem Boot abgeholt und am Strand mit einem herzlich fidschianischem Willkommenslied empfangen.

Nach der Landung im Boot des Resorts

Vor 150 Jahren wären hier wir wohl eher direkt in den Kochtopf gekommen. Aber, die Zeiten haben such geändert. Und nein , die Fidschianer sind keine Vegetarier geworden!

Wer nicht artig ist auf Kuata Island, bekommt es mit Ihm zu tun

Nun, was soll ich euch sagen? Hier ein paar Fakten: Die Insel besitzt eine eigenes Riff direkt am Strand beginnend. Es ist möglich, hier im  Schlafsaal für/ab 59 Fidschidollar (27 Euro) zu schlafen. Eine sehr gute Küche mit Vollpension, unter anderem frisch auf Wunsch gemachten Omlettes und anderem, sowie frischen Früchten und abwechselnd Büffet oder 3 Gänge Menü zum essen für 85 Fidschidollar (38 Euro). Kulinarischr Alternativen gibts nicht auf der Insel. 

Rechts die Bar mit Restaurant

Schnorcheln hier war super. Zwar ist das Riff nah am Strand und im flachem Wasser dominiert von Brauntönen, jedoch gibt es viele Farben und Fische, sogar Barracudas, Sardinenschwärme zu tausenden und Stingrays! Wenn aber Ebbe herrscht, wird die Wassertiefe sehr gerung. Hier sollte man sich etwas auskennen, um die Zugangspassagen zum Strand zu finden. Über den Korallen am Strand sollte man keinenfalls bei Ebbe schwimmen. Das hilf dir als Mensch Verletzungen zu vermeiden und du als Mensch beschädigst keine Korallen.

Der Strand von Kuata Island und das nah am Strand beginnende Riff
Einfach mal die Seele baumeln lassen, auch als Seestern
Wunderschöne Koralle mit Bewohnern
Sardinen, zu tausenden
Diese Koralle war etwa 2 Meter breit
Fischschwarm

Per buchbarer Tour kann man mit Riffhaien schnorcheln, was wir am zweiten Tag auch sogleich machten. Es war eine kleine Gruppe und das Meer etwa 10 bis 12 Meter tief. Abgesehen von den gängigen Riffbewohnern hier haben wir mehrere Weißspitzenriffhaie gesehen und auch einen mit schwarzen Spitzen. 

Weißspitzenriffhai, Länge etwa 1.80 Meter
Fidschianische Riesenqualle mit einem Durchmesser vom etwa 5 cm

Hier auf „Kuata Island“ ist es möglich, mit Bullenhaien zu tauchen. Dazu werden Köder mitgebracht und es gibt eine entsprechende Einweisung. Zur Zeit ist jedoch Paarungszeit und es sind kaum bis keine Bullenhaie (Bull Sharks) an der bekannten Stelle. Zudem ist es auch nicht gerade günstig mit 299 Fijidollar (135 Euro). Ich habe 2 Tauchgänge absolviert. Einen am „Pinnacle“ und einen weiteren am „Deep Blue“ Tauchplatz. Der erstere war nach 15-monatiger Abstinenz ein Auffrischungstauchgang bis 15 Meter Tiefe. Sehr schöne Korallen, Farne und auch interessante Fische wie Rotfeuerfische (Lionfish), Shrimps, die üblichen Verdächtigen wie „Nemo“ (Clownfish) oder aber auch Weißspitzenriffhaie. Diese waren bis zu 1.80 Meter lang. Vielleicht auch etwas kleiner. Einer kam dann bei einem Tauchlehrer von hinten angeschlichen, um mal an der Waade zu schnuppern. Ein Hai auf Kuschelkurs… Naaaaja. Am Ende hatte ich 80 Bar übrig, was für mich sehr gut ist. Ich atme sehr gerne! Der zweite Tauchgang war ein sogenannter Tieftauchgang. Wir tauchten bis zu 30 Meter hinab. Während dem Tauchen verblassen die Farben mit zunehmender Tiefe. Was die Farbenvielfalt angeht, war es auch aus diesem Grunde bestenfalls okey. Das Riff begann auch erst in 18 Metern Tiefe. Auch hier war ein Weißspitzenriffhai immer present. Ich fand es genial. So ist es an jedem Tauchplatz anders. Nirgendwo ist es gleich.Von diesen Tauchgängen habe ich leider keine Bilder.

Ich fand es klasse, daß man Rettungswesten umsonst ausleihen konnte, Kayak ausleihen kostete lediglich 10 Fijidollar (4,50 Euro) für einen ganzen Tag, Flossen gab es umsonst, sofern vorhanden und die Einheimischen waren was Freundlichkeit angeht, echt genial.
Lediglich die Preise des Dive Shops waren für das gebotene nach meiner Meinung zu hoch. Auch wurden mir Details nicht gesagt, wie zum Beispiel: Ich machte 2 Tauchgänge, jeweils einen pro Tag. Somit zahlte ich auch 2 mal den vollen Preis. Ausgegangen bin ich von einem​ 2 Tank Dive. Das Bedeutet aber, 2 Tauchgänge an einem Tag ohne das Boot zu verlassen. Nun weiß ich es. Auch hätte mich Rachel gerne zu den „nicht“ vorhandenen Bullenhaien mitgenommen, während die Einheimischen mir sagten, es seien zur Zeit keine Bullenhaie vorhanden, da Paarungszeit sei. Nun genug mit negativ angehafteten Aussagen. Ich bin ja auch selber etwas blauäugig da rein. Auch kann man hier sogenannte „Conservation Dives“ machen. Hierbei unterstützt man das Korallenriff, indem man Korallen an bestimmten Stellen des Riffs platziert. Diese wuchsen an einem Gitter unter Wasser heran, bis sie groß genug sind um ausgesetzt zu werden. Dieser Tauchgang kostet 99 Dollar (45 Euro). Eigentlich ist es Freiwilligenarbeit und nach meiner Meinung falsch, soviel Geld zu verlangen.

Oben: Weißspitzenriffhai; Unten: Schwarzspitzenriffhai

Yanni und ich haben den höchsten besteigbaren Berg erklommen. Von dort hatten wir eine super Aussicht auf die kleine Insel und die Umgebung. Nur gleicht ein Abstecher durch den Inseldschungel mit einer Hetzjagd, bei welcher wir aber die Beute waren. Die Jäger? Moskitos! Trotz Chinesischer Geheimabwehrwaffe liesen sich diese Biester nicht davon abhalten, uns zu stechen. Zum Glück aber waren die Hautreaktionen gering. Zur Nachbehandlung gab es auch eine traditionelle Chinesische Ölbehandlung mit Menthol, Kampfer, Eukalyptus und weiteren pflanzlichen Zutaten, welche den Juckreiz und die kleine Schwellungen ohne Chemiekeule schnell abklingen ließen. 

Aussichspunkt Kuata Island miy Blick auf Wayasewa Island. Auf der Landzunge in dr Bildmitte befindet sich das Barefoot Kuata Resort

Nachts waren am Strand jeden Abend viele Sandkrabben zu finden. 

Strandkrabbe bei Nacht

„Kuata Island“ ist auch ein Anlaufpunkt von Tagestouristen. Diese kamen oder kommen zum Schnorcheln mit Riffhaien per Fähre morgends um 10.30 Uhr an. Um 15.30 Uhr verliesen die Tagestouristen „Kuata Island“ wieder. Am Tag unserer Abreise kamen unfassbare 37 Tagestouristen. An den Tagen davor waren es gefühlt nie mehr als 10 Tagestouristen. Somit war dann etwas mehr los am letzten Tag. 

Zum Schluß noch zur Unterkunft. Yanni hat für uns ein Beachfront Safari Zelt gebucht. Pro Nacht wurden hier 346 Fijidollar (157 Euro) fällig. Exklusive Essen. Und etwa 15 Meter von unserer großen Badewanne entfernt. 

Ausblick von unserem Zelt…
…und hier von der Strandseit mit Blick auf das Safari Zelt

Mein Fazit: Allgemein fand ich es etwas zu teuer auf „Kuata Island“. Hier wird auf Exklusivität gesetzt. Der Lack blättert aber an vielen Stellen ab. Erwähnen sollte ich noch, daß auf der Insel neben dem Resort auch ein paar Häuser stehen, wo Einheimische wohnen. Der Faktor „Geld“ wird seitens des Resorts mit Australischen Besitzern merkbar in den Vordergrund gestellt, obwohl noch nicht alles mit Kosten verbunden ist. Trinkwasser zum Beispiel gibt es umsonst. Softdrinks, Alkoholischr Getränke und Snacks gibt es aber auch zu entsprechenden Preisen. Was genau mit dem Müll passiert, weiß ich nicht. Verpackung und Plastik wird jedoch an einer Stelle im „Dorf“ der Einheimischen verbrannt. Ein Eco-Resort ist es jedenfalls nicht.

Fiji Yassawa Flyer

Zurück nach Nadi sind wir mit dem Yassawa Flyer. Ein großer Katamaran. Zur Zeit herrscht die Regenzeit über Fidschi. Auf „Kuata Island“ haben wir davon jedoch nicht sehr viel mitbekommen. Kaum auf der Hauptinsel Viti Levu bzw. in ihrer Nähe angekommen, kamen die ersten Gewitter und monsunartigen Regengüsse herunter. Die letzte Nacht haben wir im Hotel „Aquarius on the Beach“ direkt neben den Hostels verbracht. Mir hat diese Gegend nicht gefallen. Überall Baustellen, über den Strand und das Wasser reden wir besser auch nicht und die Moskitos bei Nacht haben großen Durst. Wie dem auch sei, die Nähe zum Flughafen ist ein Plus. Der Fluglärm ist erträglich, da hier nicht sehr viele Flieger einfliegen oder abfliegen. Wenn aber, dann mit karacho, gerade wegen der geringen Distanz. Sehr gerne würde ich wieder nach Fidschi kommen. Hier gibt es sicherlich noch weitaus mehr zu entdecken. Auch gibt es noch viele weiter paradiesische Inseln zu entdecken. Gerne würde ich hier Inselspringen machen und weitere Inseln in der Yassawa Inselgruppe sehen. Allerdings kann das ganz schön ins Geld gehen. 

Ich habe ein weiteres Ziel auserkohren, welches ich nach meiner Wanderung in Neuseeland bereisen werde. Mehr verrate ich an dieser Stelle aber nicht. 

Sonnenuntergang
Fidschianische Hausspinne, Durchmesser 10 cm
Faul sein kann so schön sein
Yanni und Ich kurz vor dem Start

3 Kommentare zu „​Step 10: Fiji Time

  1. hallo manu,

    einfach super! Fidschi Inseln. das Paradies der Südsee und eine schöne frau an der seite. so muß es sein! tolle Fotos toller erllebnisbericht über Fidschi! mit bullenhaien tauchen würde ich mich nicht trauen.

    gruß!
    declan

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