Höllentalklamm an der Zugspitze

Höllöchen,

es war mal wieder soweit. Ein Tagestrip in die Alpen stand am vergangenen Mittwoch, 21.06.17, an. Ziel von mir und einem Freund wurde der Höllentalklamm. Der Name lässt schon einiges erwarten, aber so schlimm wurde es dann doch nicht.

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Die Übersichtskarte am Parkplatz in Hammersbach

Nachdem das Ende meiner Fernwanderung auf dem Te Araroa (1100km von 3000km entlang der Alpen der Südinsel) in Neuseeland schon 3 Monate her ist, freute ich mich besonders hierauf. Auch darauf, endlich wieder in die Berge zu kommen. Außerdem hat es zur Zeit 30 Grad plus und somit erwartete ich eine Abkühlung in der Klamm, und wurde nicht enttäuscht. Tobi holte mich morgends um 7 Uhr ab und wir fuhren gemütlich mit seinem neuen Golf an den Parkplatz der Klamm in Hammersbach. Haha, also die Namen da an der Grenze zu Österreich finde ich ja schon lustig!

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Heute Geschlossen
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Der Hammersbach, Namensgeber des gleichnamigen Ortes.
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Blick auf die nahende Klamm

Jedenfalls, brauchten wir etwa 2 Stunden 45 Minuten mit eingerechneter Pause an den Klamm. Wir liefen also los, das Tal hinauf. Wir wählten die direkte Route am Hammersbach entlang, welcher uns direkt zum Eingang der Klamm führte. Die Klamm kostete 4 Euro Eintritt. Ich denke, der Preis ist fair. Man sieht, wieviel Arbeit hier reingesteckt wird und wurde und es kommt durchaus öfters zu Beschädigungen durch wetterbedingte Sturzfluten oder Schneeschmelze. Hochwasser eben. Viele Treppen und auch Tunnels wurden gebaut.

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Treppen, Brücken und Absicherungen. Die Klamm!
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Viele Bereiche waren mit kurzen Tunnelabschnitten versehen.

Es war richtig kühl und trotz eines heissen Sommertages fing ich gegen Ende des Klamms an zu frieren. Als wir anschließend hinter der Klamm am Hammersbach frühstücken, wärmte die Sonne uns aber schnell wieder auf. Nach einer Weggabelung, an welcher man auf den Stangenweg zurück ins Tal laufen konnte, liefen wir die Serpentinen ins obere Tal bis zur Höllentalangerhütte hinauf. Diese ist sehr modern, bietet eine große Küche und Auswahl an Getränken und Speisen zum nicht gerade günstigem Preis an. Aber man bedenke, daß sich alle Güter nicht von selbst nach oben schaffen.

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Blick auf das obere Tal in der Nähe der Höllentalangerhütte.
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Wer will, kann sich hier austoben. Tourenkarte mit Beschreibung.

Wir beschlossen, daß obere Tal noch ein Stückchen weiter hoch zu laufen. Zumm Ende hin wurde es schon etwas steiler und wir kraxelten bis zu einem Wasserfall hinauf, welcher ohne Bergsteigerausrüstung gut bekraxelbar war. Hier besteht die Möglickeit, die Zugspitze zu besteigen oder auch zur Riffelpitze oder Waxenstein hinauf zu klettern. Man beachte hier aber den etwas erhöhten Anspruch. Bergsteigerausrüstung ist hier absolut notwendig. Mich hat es ja sehr gereizt, bis zur Zugspitze  hinauf zu steigen. So war es dann jedenfalls nicht möglich.

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Für uns wae hier Ende. Tobi sinnt in die Ferne… und will mehr.
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Mut zum Bierbauch!
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Am hinteren Ende unterhalb der Steilwände entstanden die beiden Bilder oberhalb.

Nach einer kkurzen Einkehr in die Höllentalangerhütte stiegen wir über den Stangensteig hinab zum Autoparkplatz. Hier gingen wir ins Alpine Wandern über. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind hier notwendig. Wer hier abstürzt, findet nur eines. Und zwar den Tod! 

Zurück ging es über den Stangensteig.
Hier entlang; Rechts = Wo der Daumen Links ist.
Brücke über den Klamm. Höhe 73 Meter.

Eine Brücke in 73 Meter Höhe über dem Klamm galt es zu überqueren und noch ein gutes Stückchen Alpines Wandern, dann ging es ins Tal hinab durch den Wald.

Blick in den Höllentalklamm. Bungeejumping? Hmm… Nee du, lass mal lieber.

Wir hatten einen super Tag, besuchten noch einen Freund auf der Heimfahrt und beschlossen, sowas bald wieder zu machen. Tobi hat schon geschaut, wie wir ohne klettern auf die Zugspitze hochlaufen können 😁

Aussicht in das Tal um Greinau/Hammersbach.
Interessant geformte Gesteinsschichten!
Mut zum Bierbauch Teil 2.

Ein Kommentar zu „Höllentalklamm an der Zugspitze

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