Albnordrandweg Etappe 1: Tuttlingen bis zum Lemberg

Hier lieg ich nun in meinem Zelt und esse Kinder Schokolade.

Göppingen Bahnhof. Die Kaltfront im Anmarsch.
Start in Tuttlingen. Es regnet! No worries!
Die Donau in Tuttlingen

In den letzten 3 Wochen habe ich mich viel mit Wandertouren beachäftigt. Mich hat also der Rappel gepackt und nach virl Recherche entschied ich mich dazu, den Nordrandweg HW1 von Tuttlingen nach Hause zu laufen. Er führt ja an Schlat vorbei, und ich wohn 1,5Km von Schlat. Im groben heisst dies, 6 Tage mit ca 30 Kilometer und dazu die Höhenmeter.

Die Würmer sagen: „Hi“
Aussichtspunkte überall
Waldpfad auf dem Nordrandweg

Es kam leider genau auf den Starttag eine Kaltfront. Von 26 Grad auf 8 Grad tagsüber auf der Alb auf ca. 1000 Meter über Meereshöhe. Wie immer so leicht wie möglich unterwegs. Basisgewicht inklusive Zelt, Schlafsack, Isomatte, 2 Lagen Kleidung und 1 Ersatzlongsleeve etc.  6 Kilo. Essen habe ich für volle 6 Tage dabei. Macht ca 12 Kilo gepäck. Ich hab es ja so wollen…

Ein mutiger Wurm machte ein Selfi mit mir… eher unfreiwillig
Überall wunderbare Aussichtspunkte
Oft führte der Wanderweg nur ein paar Meter neben dem Abbruch der Alb entlang

Mit dem Zug nach Tuttlingen ging es los, die Kaltfront schon in sicht. In Tuttlingen: Regen. Ich also schnurstracks losgewandert 300 Meter zum Bäcker und erstmal Pause mit Kaffee und Vesperbrot vertilgt. Guter Start!

300 Meter zur ersten Pause
Das Rote Dreieck, die Wegmarkierung des Nordrandweges

Dann gings aber richtig los. Zum Wanderweg durch Tuttlingen an der Donau und ab in den Wald. Es ging überwiegend auf Waldwegen und Forstwegen relativ unspektakulär Kilometer um Kilometer. Mitlerweile nieselte es nur noch. Der Regen war halb so schlimm und meine Regenkleidung dicht. Die knöchelhohen wasserdichten Wanderstiefen haben wegen der Nässe den Vorzug bekommen und das Mehrgewicht am Haxen habe ich bisher nicht bereut. Nasse Füße bei dieser Kälte? Nein Danke! Im Bereich Klippeneck nach dem Dreifaltigkeitsberg kamen dann immer mehr Aussichtspunkte und Grillplätze. Wie gewohnt an der Schwäbischen Alb, sehr gute Aussichtsbalkone. Woran es aber auf der gesamten heutigen Strecke mangelte war Wasser. Keine Quelle auf dem Weg. Eventuell am Hang. Aber absteigen und wieder hoch? Hmm.. Nein! Am Ende der Tagesetappe kam ja noch Gosheim.

Gosheim
Bildmitte: Der Lemberg, das heutige Etappenziel
Es ging zum Teil steil den Berg hinauf. Erkennt man auf dem Bild aber nicht so gut. Euer Glück und mein Pech? Nein…

Hier gibts einen Netto. Also rein, 2 Flaschen Wasser gekauft (3 Kg mehr auf dem Rücken) und eine Tafel Kinderschokolade. Die gab es grade zum Nachtisch. Zuuuuuccckkkeeeeeeer! Kennt Ihr die Schabe aus dem Film „Men in Black“? Die war doch auch so scharf auf Zuuuuccckkkeeeer 😁

Turm zu Babel… ähm.. Lemberg. Scheint stabil zu sein. Spendenkasse defekt.
Aussicht von der Turmspitze

Ich musste ja noch raus und mir einen Schlafplatz suchen. Vorher ging es aber noch auf den Lemberg, der Höchste Berg der Alb mit 1015 Metern. Auf diesem gibts noch einen Stahlturm welcher ca. 35 Meter hoch ist. Ich merkte meine Müdigkeit schon. Als nur schnell mal rauf und paar Bilder gemacht und dann relativ schnell hinter dem Berg 5 Minuten zu Fuss einen Schlafplatz gefunden. Alles aufgebaut, Essen gekocht früh ins Bett. Morgen gehts weiter mit der Königsetappe. Hier gibts 30 Kilometer und über 1000 Höhenmeter. Das wird ein gutes Training. Mal sehen wie das Wetter wird!? Happy Tramping!

Ich seh müde aus?
Hütte auf dem Lemberg

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