Eine Entscheidung habe ich getroffen. Und zwar werde ich nun früher aussteigen und nicht wie geplant, bis nach Hause laufen. Neues Ziel ist Beuren und um genau zu sein: die Panorama Therme Beuren. Ab Beuren kenne ich den Albtrauf relativ gut. Um auch ein wenig zu regenerieren, ist der Mittwoch ein freier Tag.


Angepeiltes Ziel war die Rohrauer Hütte auf der Alb in der Nähe des Bad Uracher Wasserfalls. Hier bin ich auch schon mehrmals gewandert auf Deutschlands schönstem Premiumwanderweg 2016. Ein ca. 10 Kilometer langer Rundweg. Er ist auch sehr schön!

Nach einer fast guten Nacht in einem bequemen Bett ging es im Nebel morgens los. Nach der Etappe gestern spüre ich schon alle Knochen. Nach wenigen Kilometern kam ich nach Genkingen und es gab Kaffee und Butterbrezel und ein Schwätzchen mit den Mitarbeitern. So zahlt man in Genkingen z.b. 500€ warm für 75 Quadratmeter. Kleiner Unterschied zu Göppingen mit ca 250€ mehr. Jetzt ging es aber richtig los. Der nächste Wegpunkt war die Nebelhöhle, eine Tropfsteinhöhle welche ich nicht besichtigte.

Die Schwäbische Alb ist schön und vielseitig. Für mich ist der Bereich der Alb um Schloß Lichtenstein einer der schönsten der Schwäbischen Alb. Lediglich der hinaufhallende Lärm der LKWs gibt dem ganzen einen Minuspunkt.




Schwere Albaufstiege blieben auf dieser Etappe zum Glück aus. Das Wetter war soweit kühl aber gut. Zum Abend sollte es wieder regnen. Dazu kam noch, dass mein Handyakku nur noch ein paar Prozente hatte. Vermutlich durch die Temperaturunterschiede entlud sich der Akku und die Powerbank vermutlich. Daher gab es nach Schloß Lichtenstein kaum noch Bilder.

Am späten Nachmittag kam ich nach Bad Urach. Ich hätte mir hier 7 Kilometer sparen können, indem ich einen anderen ausgeschilderten Wanderweg eingeschlagen hätte. Verpasst hätte ich da jedenfalls nichts. Es gab nichts zu sehen. Dann aber die Schwäbische Alb mit dem höchsten Wasserfall der Alb (37 Meter) und schöne felsige Aussichtsbalkone. Am Uracher Wasserfall noch die Wasserflaschen aufgefüllt und nun heissts, Schlafplatz finden. Es soll ja regen kommen.



Der Abstieg führte mich aber erstmal runter durch Bad Urach. Und hier waren die Wege nicht klar ersichtlich. Ich lief dann einem Wegweiser den Berg wieder hinauf. Nur waren hier keine roten Dreiecke mehr. Aber der Wegweiser zeigte in diese Richtung. Nunja, es stelle sich heraus, das der Weg wohl doch anders verläuft. Schlecht, wenn man keine Karten oder Internet hat. Es ging hinauf Richtung Hülben und es wurde nochmal richtig Steil und abstrengend. Ich wollte es nur noch nach oben schaffen und mir einen Schlafplatz sucher. Der kam auch wie gerufen. Hinter aufgestapeltem Holz in Sichtnähe zum Dorf Hülben baute ich mein Zelt auf. Es war ein sehr langer Tag. Etwa 55 Kilometer und 1200 Höhenmeter kamen am Ende zusammen. Und ich war platt. Mal sehen, was die Nacht bringt…





Hallo Manu,
mit 55 Km eine richtige Wanderung. Diesmal bist Du alleine unterwegs. Die Bilder haben mir gut gefallen!
stay tuned!
Declan
LikeLike
Das war im Nachhinein selbst mir zuviel😉✌️
LikeLike