Step 23: Goodbye Neuseeland

Tag  138 der Reise

Tag 55 Te Araroa 

Erster Tag Te Araroa 05.02.2017 – Letzter Tag auf dem Te Araroa 31.3.2017; Distanz: 1100 Km; Tage total: 55 Tage; Erholungstage: 3 Tage + 5 Tage in Nelson bezüglich der Schuhe und der Fahrt nach Wellington; Tagesdurchschnitt ohne Pausen: 23,4 Km; Tagesdurchschnitt mit Pausen: 20 Km; Budget: Ist aufgebraucht!

Es war etwas ruhig in letzter Zeit. Ich schreibe mitlerweile aus Südaustralien, Mount Pleasant, Barossa Valley.

Wellington

Rückblickend war es eine geniale Zeit. Viel zu schnell ist sie vergangen. Ich war aber auch froh, als es dann endlich zu Ende war. Von Wellington aus wollte ich noch eine weitere mehrtägige Wanderung machen. Ich startete morgends am Hostel Wild Zebra, in welchem ich die ersten 3 Tage nach meiner Ankunft in Wellington verbrachte. 

Finde das „Zebra“ Hostel

Es ging über den grünen Stadtgürtel in die Hügel von Wellington. Das Wetter war okey. Sehr windig war es vor allem in den Hügeln außerhalb des Stadtgebietes von Wellington und die Vorhersage für die nächsten Tage war schlecht. 

Blick auf das Stadtzentrum von der anderen Seite aus

Ich hatte noch Hoffnung. 

Ein guter Tag zur Stromerzeugung

Diese gab ich im laufe des Tages jedoch auf. Ich lief bis nach Porirua, einem Ort nördlich von Wellington. Aufgrund des schlechten Wetters wanderte ich den letzten Bereich nicht wie vorgegeben. In den Hügeln hiengen die Wolken, was Nebel und Nieselregen bedeutete und es war sehr Windig. 

Mich zog es nicht in den Nebel hinauf…

Deswegen lief ich einen anderen Weg, welcher bequem am Fuße des Berges entlang führte zu meinem Etappenziel, einem privat geführtem Campingplatz. 10 Dollar inklusive duschen für eine Nacht. Halb so teuer wie ein kommerzieller Campingplatz. Ich traf hier die Entscheidung, daß es für mich vorbei war. Es waren sowieso die letzten Tage in Neuseeland. 

Aus und vorbei. Meine erste Fernwanderung endet in Porirua. Was man hier nicht alles im Fluss findet…

Es kamen die Ausläufer eines Zyklons, welcher Tage zuvor schwere Verwüstungen in Queensland/Australien anrichtete,  mit Wolken und Regen nach Neuseeland. Meine Route hätte mich in den Tamariru Forest geführt mit alpinen Wandersektionen. Hier sind schon Menschen durch Wetterextreme gestorben. Somit macht es keinen Sinn, bei so einem Wetter hier auf Bergrücken entlang zu wandern. Es gab noch ein weiteres Argument, welches dagegen sprach. Mein Problem mit den Fusssohlen! Auf dem Weg nach Porirua waren diese doch sehr empfindlich. Also schrieb ich Yvonne und am nächsten Tag ging es superbequem mit dem Zug zurück nach Wellington, wo ich mich mit Yvonne traf. Bei ihr und ihrem Ehemann TJ blieb ich dann bis zu meinem Abflug. Es war eine super Zeit. 

Sendemast in den Hügeln bei Wellington. Minuten später verschwand dieser in den Wolken.

Am Abend bevor mein Flieger nach Australien ging, wackelte in Wellington die Erde. Ein mitleres Erdbeben der Stärke 4,3 machte nicht nur mich dann etwas nervös. Es ging zum Glück nur ein paar Sekunden und es war neben dem Dröhnen nur eine leichte Schockwelle, welche sich anfühlte, als ob jemand dem Sofa einen Tritt verpasste. In der Nacht habe ich jedenfalls nicht so gut geschlafen. Um 4.30 Uhr klingelte dann auch der Wecker. Yvonne und TJ brachten mich zum Flughafen. Es war eine tolle Woche bei den beiden. Neben einer Stadtrundfahrt unternahmen wir eine kleine ungeplante Wanderung, wir tauchten in das Nachtleben von Wellington ab und schauten den ein oder anderen Film.

Flughafen Wellington

Neuseeland habe ich dann mit gemischte Gefühlen verlassen. Es war eine grandiose Zeit aber ich war auch etwas froh, daß es vorbei war. Ich muss euch ehrlich sagen, Neuseeland ist toll, klasse, schön. Aber ich stelle es in Frage, ob ich hier jemals nochmal wieder herkomme. 

Stadtstrand Wellington

Fazit zu Neuseeland:
Vor allem durch die Herr der Ringe Filme geniest Neuseeland immernoch einen sehr hohen Stellenwert. Neuseeland ist daher meiner Meinung nach Überbewertet. Neuseeland wird von sehr vielen Chinesen bereist, was in gewissen bereichen die Preise für Unterkünfte sehr in die Höhe treibt. Die Chinesen bezahlen die teueren Unterkünfte und damit dreht sich auch die Preisspirale weiter nach oben. Neuseeland ist außerdem generell sehr teuer. 

Die Sonne brennt vom Himmel, was ich in dieser Intensität am besten vergleichen kann mit einem Steak, daß auf dem Grill liegt. Das Wildlife… ähm… welches Wildlife? Verglichen mit allem was ich kenne, herrscht in Neuseelands Wäldern und Wiesen überwiegend Stille. Weder gibt es hier viele Insekten, noch sieht man Tiere oder vor allem sehr wenige Vögel. Wo sind die Tiere? Alle Vögel gefressen von den eingeschleppten Räubern? War es schon immer so? Das war schon eine andere Natur. Aber anscheinend kann man mit Glück hier schon mal ein Wildschwein, Reh/Hirsch oder Kiwi sehen. 
Die Freundlichkeit der Neuseeländer war jedenfalls super. Viele haben mir geholfen. Ich empfehle, daß jeder der nach Neuseeland kommt, sich definitiv ein paar Stunden mit der Geschichte und Kolonisierung befasst. Die Landschaft und Vegetation ist fantastisch, ja geradezu verblüffend manchmal. Was das Wetter angeht, beschreibe ich dieses mal als „anders“. Aber am besten macht ihr euch eines Tages euren eigenen Eindruck. Ich gebe eine ganz klare Reiseempfeglung für dieses Land ab.
Aber sei es drum. Es war eine tolle Zeit. Toll? Nein! Unbeschreiblich trifft eher zu! Und damit ist dieses Kapitel zu Ende.
Mein Blog endet hier jedoch nicht. Es geht weiter nach Australien und danach nach Thailand/Bangkok für 8 Wochen mit dem Plan, keinen Plan zu haben. Der beste Plan!

Frisch rasiert!
Die Neuseeländer nennen dieses Lebewesen „Horse“.

2 Kommentare zu „Step 23: Goodbye Neuseeland

  1. Hallo Manu!

    Frohe Ostern! Unsere Tour geht weiter! Du hast toll aus Neuseeland berichtet. Das war eine starke Tour! Jetzt bist Du im Süden von Australien! So sieht Reisen aus!
    Ich bin dabei! Danke für den Spannenden Vormittag und die tollen Fotos!
    Bald geht’s nach Thailand und ich freue schon jetzt auf die Blogs und tollen Fotos.
    Vielleicht wandern wir eines Tages zusammen.

    Frohe Ostern, Manu!
    never give up!

    Declan

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  2. Hi Manu !!
    Bin froh dass es Dir gut geht . Hab gerade Deine EMehl gelesen die Du an mich geschickt hast. Danke auch !!
    Freue mich schon auf Deine Berichte von Thailand ( meiner 2. Heimat ) .
    Wenn´s auch der letzte Osterfeiertag ist ==> Frohe Ostern auch noch ……
    Bei uns zu Hause ist das Wetter total beschissssen !!!
    Viele Grüßße aus Notzingen Walle mit Fraule !!!!!!!!!!

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