​Albnordrandweg Etappe 2: Lemberg bis fast zur Stichwirtshütte

Psst… ich schreibe aus einem geheimen Ort. Ich darf hier gar nicht sein! Mehr dazu später.

Guten Morgen Sonnenschein

Die vergangene Nacht war durchwachsen. Der Boden war zu uneben. Ich konnte somit nicht so gut schlafen. Mal was anderes als ein Bett mit Kissen haha. Mein Kissen ist ja ein Fleece Pulli. Warum tue ich mir das eigentlich an? Achso ja, die Sache mit dem Gewicht einsparen ist dran Schuld. Aber der Morgen kam. Und wie an folgendem Bild zu erkennen ist, sah es ganz schön aus zeitweise. Frühstück gekocht, Sachen gepackt und los gehts. Heute wollte ich wieder weit gehen. Wie weit es genau ging, kann ich euch leider nicht sagen.

Die Schwäbische Alb
Nicht so einfach, ein Bild von mir zu machen
Ohne mich ist es einfacher

Morgens ging es erstmal los über nächsten „Tausender“ und weiter nach Denkingen. Endlich gab es auch mal eine Wasserquelle. Kurzer Smalltalk mit verschiedenen Leuten und weiter nach Denkingen, wo es Kaffee mit Butterbrezel beim Bäcker gab. Und dann kam er wieder. Der Regen. Heute rechnete ich mit weniger Regen. Es kam anders. Also nochmal ein Kaffee und dann los. Es ging wieder die Alb hinauf. Immer wieder diese grandiosen Ausblicke, Pfade direkt am Abbruch entlang und viele alte Burgen oder sonstige Bauwerke. Sogar eine Hängebrücke war heute dabei. Und wieder viele Kapellen und Schreine nenne ich es mal. Wie war das nochmal mit „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“ bzw. Götzenanbetung? Kapelle des Heiligen Nikolaus, Schrein des Heiligen Georgs… Naja. Kein weiterer Kommentar zum Römisch Katholischem Glauben.

Einige dieser Schreine sieht man auf dem Nordrandweg
Ein Wegweiser voller Wegweiser
Fast schon Alpin ging es den Grat hinauf

Zum Mittag konnte ich eine kurze Aufheiterung des Wetters zum trocknen meines Zeltes nutzen. Innen wird es ja durch das Kondenswasser nass.

Zelt trocknen bei minimal Sonne und Wind

Viele schöne Orte hab ich gesehen. Dann schmerzte langsam der linke Fuß am Spann und das doch schon ziemlich. Eine Pause an der Jugendherberge kam da gerade richtig! Ein roter Fleck an der Sehne bezeugte die gereizte Stelle. Ich band die Schuhe anders und vorne lockerer und das Problem war quasi weg. Puuuh… super! Weiter ging es. Leider änderte sich nun das Wetter. Es kam wieder regen.

Albstadt – Laufen

In Albstadt-Laufen kam dann richtig viel Regen runter. Alles war Nass aber die Regenkleidung hielt mich trocken. Jedoch entzieht soviel Regen auch Wärme! Da kam eine Hütte gerade richtig um eine Pause zu machen.

So lief ich die meiste Zeit tagsüber
Farbenflash bei Regen

Kurz darauf hörte der Regen auf und ich nahm wieder die Stöcke in die Hand und lief weiter. Es sollte noch einmal mäßig regnen am frühen Abend. Es war aber auszuhalten. Die kälte war da eher das Problem. Aber solange ich mich bewegte, erzeugten meine Beine genug Wärme. Langsam kam die Frage des Nachtlagers auf. Am Zitterhof vorbei kurz vor der Stichwirtshütte überlegte ich nicht lange, als ich eine kleine Forsthütte im Wald sah. Verschloßen war sie mit einer Art Klemmriegel. Ich kochte schnell, damit was warmes in meinen Körper kam und machte es mir in der kleinen Hütte gemütlich. Meine Dünne Isomatte auf den Holzboden muss reichen. Mal sehen wie die Nacht wird. Morgen soll es bis zum Rossberghaus gehen, einem Wachturm mit Wanderheim. Heisst also früh aufstehen.

Herrliche Aussicht mit einem Hauch an Dramatik
Eine Wolke auf Tuchfühlung
Schlafplatz
Fliessendes Wasser
Zick Zack den Berg runter

Happy Tramping!

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